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Regisseur Schauspiel Oper |
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| Ödön von Horváth
* 9. 12. 1901
Sušak/Fiume (Rijeka), † 1. 6. 1938 Paris; Grabstätte: ebd., Friedhof St. Quen; seit 1988 Ehrengrab in Wien, Heiligenstädter Friedhof. Zur schönen Aussicht Horváth über Theater: Peter Iden ueber Hovráth Buchempfehlungen Der
aus ungarischem Kleinadel stammende Vater Horváths gehörte
dem ungar. diplomat. Korps an, die Mutter stammte aus Broos in Siebenbürgen.
Aufgewachsen in Belgrad, Budapest u. ab 1909 München bestand H. 1919
in Wien das Abitur. In den Wirren der Umsturzzeit begann er zunehmend eigene
Wege zu gehen - so hatte er Kontakt zum sog. Galilei-Kreis mit seiner Begeisterung
für die national-revolutionäre Lyrik Endre Adys; ambitioniert
widmete er sich daneben bereits ersten schriftstellerischen Versuchen.
Ab 1919 hörte Horváth an der Universität München
germanistische u. philosophische Vorlesungen. Sein Interesse dafür
erlahmte aber bald, als die schriftstellerische Tätigkeit in den Vordergrund
rückte. Ab Ende 1923 hielt sich Horváth hauptsächlich
in Berlin auf, zeitweise auch in der elterl. Villa im bayerischen Murnau.
Anfang 1927 bekam er Gelegenheit, im Büro der Deutschen Liga für
Menschenrechte Unterlagen für die dt. Justizkrise zu sichten - eine
Tätigkeit, der er stoffliche Hinweise verdankte, die sein Interesse
zunehmend auf aktuelle soziale Probleme lenkten. Zwar vermied er es, sich
parteipolitisch zu binden, doch galten seine Sympathien der Linken.
Das Jahr 1929 brachte für Horváth auch ökonomische Absicherung: Der Ullstein Verlag zahlte ihm für seine »gesamte schriftstellerische Produktion« eine monatl. Garantiesumme. Die Angriffe rechter Kritikerkreise gegen ihn verstärkten sich ab 1931 nach einem Saalschlacht-Prozess, in dem H. als Zeuge die Aktion eines Murnauer NS-Schlägertrupps bloßstellte. Die auf Vorschlag seines Freundes Carl Zuckmayer erfolgte Zuerkennung des Kleist-Preises im Herbst 1931 ließ einen Teil der dt. Presse vollends »vor Wut und Haß« zerspringen. Nach 1933 Jedoch wurde das bereits zur Uraufführung angenommene Stück Glaube Liebe Hoffnung. Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern (Ffm. 1973) abgesetzt, auch andere geplante Aufführungen seiner Werke fanden nicht mehr statt. Eine Hausdurchsuchung der SA in Murnau war schließlich letzter Anstoß für Horváth, Deutschland zu verlassen. Anfang März 1933 fuhr er als ungarischer Staatsbürger nach Salzburg, dann nach Wien. H. unternahm jedoch immer wieder Reisen ins »Reich« - vielleicht, weil er die Hoffnung auf Publikationsmöglichkeiten noch nicht aufgegeben hatte: So verweigerte er mit dem Hinweis auf deren polit. Charakter die Mitarbeit an der Exilzeitschrift »Die Sammlung« u. wurde im Sommer 1934 auf eigenen Antrag in den nationalsozialistischen Reichsverband Deutscher Schriftsteller aufgenommen (bis Febr. 1937). 1936 wurde H. die Aufenthaltserlaubnis für das Deutsche Reich entzogen. Von der Öffentlichkeit kaum beachtet, nur in einem kleinen Freundeskreis verkehrend (v.a. Csokor u. Lernet-Holenia), stürzte sich Horváth in Wien in schriftstellerische Arbeit. Zunehmende Resignation, Depressionen u. finanzielle Probleme ließen jedoch seine Arbeitskraft 1937/38 entscheidend erlahmen. Kurz nach dem »Anschluß« verließ er Wien; über Budapest, Teplitz-Schönau, Prag, Zürich, Brüssel u. Amsterdam führte Horváths Weg der Emigration nach Paris (28. 5. 1938). Drei Tage später, am Abend des 1. 6. 1938, wurde H. auf den Champs-Elysées von einem herabstürzenden Ast getötet. Noch
während der Studienzeit entstand Horváths erstes Werk Das Buch
der Tänze (Mchn. 1922). Nach der szen. Uraufführung (Musik von
Siegfried Kallenberg) 1926 kaufte Hováth die Restauflage des Buchs
auf und vernichtete sie. Dieser selbstkritischen Haltung fielen weitere
Manuskripte der frühen Schaffensperiode zum Opfer. Eine Ausnahme bildet
Mord
in der Mohrengasse (Erstdr. in: Gesammelte Werke. Bd. 1, Ffm. 1970)
- das erste abgeschlossene Bühnenstück des jungen Dichters, in
dem sich mit der Figur des unglückl. Mörders Wenzel Klamuschke
bereits Personal u. Schauplätze der späteren Werke ankündigen.
1924-1926 publizierte Horváth im »Simplicissimus« u. in der »Berliner Volkszeitung« einen Teil der Sportmärchen (Ffm. 1972. U. d. T. Rechts und Links. Sportmärchen. Bln. 1969) - kurze Prosatexte, die sich einfühlsam mit der wachsenden gesellschaftl. Bedeutung des Sports u. dessen Ritualen auseinandersetzen. Sein erstes Drama, das Volksstück Revolte auf Côte 3018 (Urauff. Hbg. 1927. Erstdr. in: GW 1, 1970), arbeitete er nach der ablehnenden Kritik um. Die neue Fassung erhielt den Titel Die Bergbahn (Urauff. Bln. 1929). Mit dem Konflikt zwischen kapitalkräftigen Unternehmern u. einfachen Arbeitskräften beim Bau der österr. Zugspitzbahn greift Hováth hier ein sozialpolit. Thema in einer Radikalität auf, wie sie das »Volksstück«, das er »formal und ethisch« zerstören u. dessen »neue Form« er finden wollte, bisher nicht kannte. Horváths Sympathien für die sozial Schwächeren, seine offenkundige polit. Tendenz brachten ihm den Vorwurf der »Hetzdramatik« ein, der sich noch verschärfte, als 1929 sein Stück Sladek der schwarze Reichswehrmann, eine »Historie aus dem Zeitalter der Inflation« uraufgeführt wurde (urspr. Fassung: Sladek oder Die schwarze Armee. Erstdr. beider Fassungen in: GW 1, 1970. Ffm. 1974). Die Erlebnisse seiner Spanienreise 1929 gestaltete Hováth im ersten Teil des Romans Der ewige Spießer (Bln. 1930); in den zweiten u. dritten Teil des Werks integrierte er den bereits 1929 für den Ullstein Verlag fertiggestellten Roman Sechsunddreißig Stunden. Die Geschichte vom Fräulein Pollinger. (Ffm. 1979). In lose miteinander verbundenen Geschichten rekonstruiert Horváth minutiös genau kleinbürgerl. Sprach- u. Verhaltensweise. Der »Spießer«, den Hováth keineswegs verhöhnen u. sozial abwerten will, wird als »hypochondrischer Egoist« charakterisiert, der nur danach trachtet, »sich überall feige anzupassen und jede neue Formulierung der Idee zu verfälschen, indem er sie sich aneignet«. Der Romanentwurf Der Mittelstand (GW 4, 1972) verweist darauf, wie zentral für H. die Beschäftigung mit Wesen u. Ideologie dieser sozialen Schicht um 1930 war. Den ersten großen Bühnenerfolg feierte er 1931 mit dem Volksstück Italienische Nacht (Bln. 1931. Erstfassung u. d. T. Ein Wochenendspiel. Ffm. 1971), dessen Grundidee darin besteht, daß ein Wirt sein Lokal gleichzeitig an den republikan. »Schutzverband« u. an die »Hakenkreuzler« vermietet. Dies gibt dem Autor Gelegenheit, gegen polit. Phrasendrescherei von rechts u. links vorzugehen. Er zielt, wie es in einer Gebrauchsanweisung zu seinen Stücken heißt (GW 4, 1972), auf die »Demaskierung des Bewußtseins« mittels einer »Synthese aus Ernst und Ironie«, die ihrerseits wiederum in der authent. u. eigentüml. Sprache der kleinbürgerl. Figuren, von H. »Bildungsjargon« genannt, ihre Grundlage besitzt. Exemplarisch für diesen theoret. Hintergrund seines Schaffens ist Hováths populärstes Volksstück Geschichten aus dem Wiener Wald (Bln. 1931): Um die Hauptfigur Marianne, Tochter des spießigen »Zaunkönigs«, bilden sich Paare u. gehen wieder auseinander; sie selbst wird in diesem Spiel Opfer und Frau des ungeliebten Fleischermeisters Oskar. Die bewußt kitschig mit Versatzstücken der Wiener Gemütlichkeit arrangierte Idylle ist eine tödliche. Die Arbeit an seinem erfolgreichen Volksstück Kasimir und Karoline (Ffm. 1972) beendete er etwa im April 1932. Schauplatz dieser »Ballade vom arbeitslosen Chauffeur Kasimir und seiner Braut« ist das Münchner Oktoberfest, dessen Vergnügungsrummel kontrapunktisch die allmähl. Trennung der »höher« hinaufstrebenden Karoline von ihrem treuen Bräutigam begleitet. Tritt das Moment der sozialen Anklage in Kasimir und Karoline etwas zurück, so formuliert das ebenfalls 1932 fertiggestellte Stück Glaube Liebe Hoffnung wiederum den »gigantischen Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft«. Mit der Posse Hin und her (GW 2, 1971) verläßt Hováth die Gattung »Volksstück«. Die 1933 entstandene Komödie Die Unbekannte aus der Seine (GW 2, 1971) trägt Züge einer veränderten Perspektive des Autors: Die Welt des Kleinbürgertums, die selbst durch den Mord an einem alten Uhrmacher nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen ist u. in einem Akt der Verdrängung den Mörder zum Geschäftsnachfolger des Ermordeten werden läßt, kontrastiert er mit der mysteriösen Titelheldin, die aus unerfüllbarer Liebe Selbstmord begeht. Hováth, der sich während seiner Berlinaufenthalte nach 1933 durch das Schreiben von Filmdialogen, wahrscheinlich unter dem Pseud. H. W. Becker, - so für die »Fox-Europa-GmbH« - ein zweites Standbein schaffen wollte, setzte das Ausgreifen in irrationale Bereiche fort mit der Märchenposse Himmelwärts (GW 2, 1971), der Geschichte eines Teufelspakts, u. dem Schauspiel Don Juan kommt aus dem Krieg (Ffm. 1975). Der aus dem Weltkrieg heimkehrende Don Juan, der große Verführer, sucht in einer Welt der Inflation aller Werte nach der höchsten Vollkommenheit. Die wie Don Juan 1936 fertiggestellte Komödie Figaro läßt sich scheiden (Wien 1959) versucht die Last der Emigration u. das Scheitern einer Rückkehr ins »revolutionäre« Deutschland zwar noch durch eine Mischung aus Historie u. Zeitgeschichte zu entschärfen, dennoch dominiert v. a. in der späten Romanprosa H.s eine Welt der Kälte u. der Todesnähe. 1937 entstehen die Exilromane Jugend ohne Gott (Amsterd. 1938) - noch zu Lebzeiten Hováths von der Kritik enthusiastisch begrüßt - u. Ein Kind unserer Zeit (Amsterd. 1938. U. d. T. Zeitalter der Fische. Wien 1953); beide sind geprägt vom Widerstand gegen den Faschismus: In der Kriminalerzählung Jugend ohne Gott, die die Aufdeckung eines Mords unter Schülern zum Inhalt hat, stellt H. den »gottlosen«, von der Ideologie des Faschismus bereits durchdrungenen Jugendlichen die Gestalt des Lehrers gegenüber, der sich für die »Wahrheit«, u. damit für Humanität, Gerechtigkeit u. Bildung entscheidet - letztlich also auch für Gott, der diese Werte repräsentiert. Die »Erlösung«, die das Werk vorgibt, bleibt jedoch im individuellen Bereich: Der Lehrer zieht es vor, nach Afrika zu emigrieren. Die Rezeptionsgeschichte der Werke H.s nahm einen ungewöhnl. u. für die Kulturpolitik nach 1945 bezeichnenden Verlauf. H. blieb zunächst auf dt. u. österr. Bühnen ein Außenseiter. In Wien kam es anläßlich der österr. Erstaufführung von Geschichten aus dem Wiener Wald 1948 zu einem Theaterskandal, die Presse sprach von einer »giftigen Verhöhnung des Wienerischen«. Dank der Bemühungen von Horváths Freunden - u.a. Csokor, Heinz Hilpert, Hans Weigel u. Torberg - gelang es in den 50er Jahren, zumindest die existentialistisch gelesenen späten Dramen, den Metaphysiker H., auf den Theaterspielplänen zu etablieren. Eine Folge von Neuinszenierungen im Fernsehen zu Beginn der 60er Jahre u. nicht zuletzt die Eröffnung des Horváth-Archiv an der Akademie der Künste in Berlin - Voraussetzung für eine wissenschaftl. Beschäftigung mit Hováth - ließen seine Popularität stark ansteigen. Zum »Klassiker« der Moderne avancierte er allerdings erst 1967-1972, als im Gefolge der Studentenbewegung das politisch-aufklärerische Theater eine neue Blüte erlebte, die schließlich auch zur Rehabilitierung der Volksstücke Horváths führte. sehr empfehlenswert: H. Gamper: Horváths komplexe Textur Ammann Verlag 1987 WERKE: Gesamtausgaben: Ges. Werke. 4 Bde., Ffm. 1970-1971. 3., verbesserte Aufl. 1978. - Ges. Werke. 8 Bde., Ffm. 1972 (= Tb.-Ausg.). 2., verbesserte Aufl. 1978. - Kommentierte Werkausg. in Einzelbdn. 15 Bde., Ffm. 1983 ff. - Ges. Werke. 4 Bde., Ffm. 1988. Bd. 5 (Kommentar), Ffm. 1990.-Teilausgaben: Unvollendet [...]. Graz 1961 - Stücke. Reinb. 1961. - Zeitalter der Fische. Zwei Romane in 1 Bd. Wien 1953. - Zeitalter der Fische. Drei Romane u. eine Erzählung. Wien o. J. [1968]. - Dramen. Bln./DDR 1969. - Von Spießern, Kleinbürgern u. Angestellten. Ffm. 1971. - Die stille Revolution. Kleine Prosa. Ffm. 1975. - Geschichten aus dem Wiener Wald u. andere Dramen. Bln./Darmst./Wien 1976. - Ein Lesebuch. Hg. Traugott Krischke. Ffm. 1976. - Zur schönen Aussicht. Die Unbekannte aus der Seine. Figaro läßt sich scheiden. Mchn. 1978 (Kom.n). - Mord in der Mohrengasse. Revolte auf Côte 3018. Ffm. 1981. - Ausgew. Werke. 2 Bde., Bln./DDR 1981. - Einzeltitel: Der jüngste Tag. Schauspiel in sieben Bildern. Emsdetten 1955- Gebrauchsanweisung. Fassungen u. Lesarten. In: Materialien zu Ö. v. H.s ›Kasimir u. Karoline‹ Ffm. 1973. - Gesch.n aus dem Wiener Wald. Ein Film v. M. Schell. Ffm. 1979. - Stunden der Liebe. Baden 1981 (Hörsp.). - Gespräche: Interview. Fassungen u. Lesarten. In: Materialien zu Ö. v. H.s ›Glaube Liebe Hoffnung‹. Ffm. 1973. LITERATUR: Bibliographien: Auswahlbibliogr. in: Traugott Krischke (Hg.): Ö. v. H. Ffm.1981, S. 237-248. - Gesamtdarstellungen: Andries Poppe: Ö. v. H. Monogr. Brugge 1965. - Kurt Kahl: Ö. v. H. Velber 1966. Neuausg. Mchn.1976. - Jenö Krammer: Ö. v. H. Leben u. Werk aus ungar. Sicht. Wien 1969. - Ders.: Ö. v. H. Monogr. Budapest 1971. - Dieter Hildebrandt u. T. Krischke (Hg.): Über Ö. v. H. Ffm. 1972. - T. Krischke u. Hans F. Prokop (Hg.): Ö. v. H. Leben u. Werk in Dokumenten u. Bildern. Ffm. 1972. - Biographien: Dieter Hildebrandt: Ö. v. H. in Selbstzeugnissen u.Bilddok.. Reinb. 1975 - T. Krischke: Ö. v. H. Kind seiner Zeit. Mchn. 1980. - Einzelne Gattungen: Reinhard Hummel: Die Volksstücke Ö. v. H.s. Baden-Baden 1970. - Hajo Kurzenberger: H.s Volksstücke. Mchn. 1974. - Angelika Steets: Die Prosawerke Ö. v. H.s. Stgt. 1975. - Axel Fritz: Zeitthematik u. Stilisierung in der erzählenden Prosa Ö. v. H.s. Aalborg 1981. - Christopher B. Balme: The Reformation of Comedy. Dunedin 1985. - Ödön von Horváth über Theater: ... Im Theater findet also der Besucher zugleich das Ventil wie auch Befriedigung (durch das Erlebnis) seiner asozialen Triebe. Es wird ein Kommunist auf der Bühne ermordet, in feiger Weise von einer Überzahl von Bestien. Die kommunistischen Zuschauer sind voller Haß und Erbitterung gegen die Weißen — sie leben aber eigentlich das mit und morden mit und die Erbitterung und der Haß steigert sich, weil er sich gegen die eigenen asozialen Wünsche richtet. Beweis:es ist doch eigenartig, daß Leute ins Theater gehen, um zu sehen, wie ein (anständiger) Mensch umgebracht wird, der ihnen gesinnungsgemäß nahe steht — und dafür Eintritt bezahlen und hernach in einer gehobenen weihevollen Stimmung das Theater verlassen. Was geht denn da vor, wenn nicht ein durchs Miterleben mitgemachter Mord? Die Leute gehen aus dem Theater mit weniger asozialen Regungen heraus, wie hinein. (Unter asozial verstehe ich Triebe, die auf einer kriminellen Basis beruhen — und nicht etwa Bewegungen, die gegen eine Gesellschaft gerichtet sind — ich betone das extra, so ängstlich bin ich schon geworden, durch die vielen Mißverständnisse).Dies ist eine vornehme pädagogische Aufgabe des Theaters. Und das Theater wird nicht untergehen, denn die Menschen werden in diesen Punkten immer lernen wollen — ja je stärker der Kollektivismus wird, um so größer wird die Phantasie. Solange man um den Kollektivismus kämpft, natürlich noch nicht, aber dann — ich denke manchmal schon an die Zeit, die man mit proletarischer Romantik bezeichnen wird. (Ich bin überzeugt, daß sie kommen wird). Mit meiner Demaskierung des Bewußtseins, erreiche ich natürlich eine Störung der Mordgefühle — daher kommt es auch,daß Leute meine Stücke oft ekelhaft und abstoßend finden, weil sie eben die Schandtaten nicht so miterleben können. Sie werden auf die Schandtaten gestoßen — sie fallen ihnen auf und erleben sie nicht mit. Es gibt für mich ein Gesetz und das ist die Wahrheit. (. . .) Zurueck / back |
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