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Regisseur Schauspiel Oper |
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| Barlach, Ernst
aus Barlach, Der Blaue Boll:
Michael Rademacher + Petra M. Weimer in: Der Blaue Boll Barlach, Ernst (1870-1939) Barlach,
Ernst (1870-1939)
deutscher Bildhauer, Graphiker und Dramatiker, der unter dem Einfluß des norddeutschen Expressionismus stand. Er wurde in Wedel (Holstein) geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, der Kunstakademie in Dresden und schließlich an der Académie Julian in Paris. Auf einer Rußlandreise im Jahr 1906 kam er in Kontakt mit der russischen Volkskunst und wurde besonders durch die Holzschnitzerei beeinflußt. 1910 ließ er sich in Güstrow nieder, wo er trotz Verfolgung durch die Nationalsozialisten bis zu seinem Tod lebte und arbeitete. Im Zentrum seines Werkes stehen einfache, monumental wirkende Plastiken aus Holz, Ton oder Bronze, die den Menschen als leidende, gedemütigte Kreatur, aber auch von Visionen erfüllt darstellen. In der zweiten Hälfte der zwanziger und in den frühen dreißiger Jahren gestaltete er für mehrere deutsche Städte Ehrenmäler und Kriegerdenkmäler, so etwa für Güstrow, Köln und Magdeburg. Daneben schuf er Porträtbüsten, Holzschnitte und Lithographien, mit denen er teilweise seine eigenen expressionistischen Bühnenwerke illustrierte. Zu seinen bekanntesten Skulpturen gehören Hirte im Sturm (1908, Kunsthalle, Bremen) und Singender Mann (1928, Städtische Kunsthalle, Mannheim); zu seinen wichtigsten literarischen Werken die Dramen Der arme Vetter (1918), Die Sündflut (1924) oder Der Blaue Boll (1926) und der Roman Seespeck (1913-1914, veröffentlicht 1948). Große Teile seines Werkes sind heute in der Ernst-Barlach-Gedenkstätte in Güstrow und im Ernst-Barlach-Haus in Hamburg ausgestellt. Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg Ernst Barlach
Stiftung Güstrow
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