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Fritz Gross
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Mozart, Wolfgang Amadeus (1756-1791)

österreichischer Komponist, neben Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven die zentrale Figur der Wiener Klassik und bedeutendster Komponist der europäischen Musiktradition. 
Mozart wurde am 27. Januar 1756 in Salzburg unter dem Namen Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart geboren und erhielt - zusammen mit seiner um fünf Jahre älteren Schwester Maria Anna („Nannerl") - seine musikalische Ausbildung (Klavier, Violine, Komposition) von seinem Vater Leopold Mozart, der Vizekapellmeister der Salzburger Bischöflichen Hofkapelle sowie ein gefeierter Geiger, Komponist und Schriftsteller war. 1761/1762 komponierte der Sechsjährige sein erstes Stück, ein Menuett für Klavier. Die außergewöhnlichen musikalischen Fähigkeiten seiner beiden „Wunderkinder" (von den insgesamt sieben Geschwistern überlebten nur Wolfgang und Nannerl) veranlaßten den Vater 1762 zu einer ersten großen Reise nach München und Wien, um sie bei Hofe und in den dortigen Adelskreisen bekannt zu machen. 
Ein Jahr später folgte die nächste Reise, die quer durch Europa (München, Frankfurt, Brüssel, Paris, London, Den Haag) führen und dreieinhalb Jahre dauern sollte. Während dieser Zeit schuf Mozart seine ersten Violin-Sonaten (1764, Paris) sowie die ersten von Johann Sebastian Bachs jüngstem Sohn Johann Christian Bach beeinflußten Sinfonien (1764, London). In London entstand Mozarts frühestes Vokalwerk, die Opernarie für Tenor KV 21 (1765). Kurz nach der Rückkehr nach Salzburg gingen die Mozarts erneut auf Reisen, wieder nach Wien. Dort schuf Mozart neben weiteren Sinfonien seine ersten beiden Opern, das Singspiel Bastien und Bastienne und die Opera buffa La finta semplice (1768). 1769 wurde er zum unbesoldeten Hofkonzertmeister des Erzbischofs von Salzburg ernannt. 
Nicht nur die immer wieder enttäuschte Hoffnung auf eine feste Anstellung, sondern vor allem das provinzielle Klima in Salzburg veranlaßten Vater und Sohn zwischen 1769 und 1772 zu drei jeweils mehrmonatigen Reisen nach Italien, dem europäischen Zentrum der Oper. In Italien feierte Mozart größte Erfolge: In Mailand, Florenz, Neapel und Bologna erhielt er größte Anerkennung seitens der italienischen Komponistenkollegen, und in Rom wurde ihm die päpstliche Auszeichnung als Ritter vom Goldenen Sporn verliehen. Der große Erfolg der Mailänder Uraufführung der Opera seria Mitridate  (1770) verschaffte ihm zwei weitere Kompositionsaufträge: Ascanio in Alba (1771) und Lucio Silla (1772). In Italien entstanden 1770 bzw. 1772/1773 auch Mozarts erste Streichquartette. 
Zu Hause in Salzburg jedoch hatte sich inzwischen die für die Familie Mozart bislang günstige Atmosphäre deutlich verändert. Nach dem Tod des dortigen Fürsterzbischofs verlangte sein Nachfolger, Hieronymus von Colloredo, für dessen Einsetzung Mozart 1772 die Oper Il sogno di Scipione schrieb, exakte Pflichterfüllung und die Anwesenheit seiner mittlerweile berühmten Musiker in Salzburg. Mozarts Ernennung zum Konzertmeister in Salzburg erwies sich allerdings als wenig lukrativ und reichte kaum zu seiner finanziellen Absicherung aus. Neben den kirchenmusikalischen Verpflichtungen und zwischen den (jetzt kürzeren) Reisen jedoch blieb ihm reichlich Zeit für ein äußerst produktives kompositorisches Schaffen. In Salzburg entstanden die ersten Klavierkonzerte, eine Reihe von Sinfonien, Divertimenti und Serenaden, Klaviersonaten, Kammermusik und vor allem die berühmten Violinkonzerte. Dazwischen wurde in München die Opera buffa La finta giardiniera (1775) uraufgeführt. Als die Spannungen mit dem Salzburger Dienstherrn allerdings zunahmen und Mozart ein Urlaub verweigert wurde, reichte er im Sommer 1777 (gegen den Willen des Vaters) seinen Abschied ein und verließ am 23. September 1777 (zusammen mit seiner Mutter) die Stadt. 
Dies war die erste Reise, die Mozart ohne seinen dominanten Vater unternahm, dem er andererseits eine humanistisch-aufgeklärte Erziehung und die fundierte literarische Bildung zu verdanken hatte. Die Suche nach einer ihm entsprechenden lohnenden Anstellung an den Höfen Europas wurde allerdings enttäuscht. Kein Fürst, kein Bischof oder Kaiser wollte das Genie Mozart, der jahrelang als „Wunderkind" in ganz Europa bestaunt und bewundert worden war, an seinem Hof beschäftigen. In der Hoffnung auf eine feste Stelle reiste Mozart über München und Augsburg nach Mannheim, das wegen seines berühmten Orchesters als Zentrum der Instrumentalmusik galt. Dort verliebte er sich in die fünfzehnjährige Sängerin Aloysia Weber. Der Vater Leopold befahl jedoch Sohn und Frau sofort nach Paris. 
Der Tod seiner Mutter im Juli 1778 in Paris, seine unglückliche Liebe zu Aloysia Weber und die Ignoranz, die ihm von seiten der Aristokraten entgegenschlug, denen er seine Dienste anbot, zwangen ihn, im Januar 1779 resigniert, aber innerlich gereift nach Salzburg zurückzukehren. Dort nahm er das alte Dienstverhältnis wieder auf, um sich freilich bei der nächsten Gelegenheit wieder aus Salzburg zu entfernen. In den zwei Jahren bis zum endgültigen Bruch mit Colloredo im Mai 1781 schrieb er wiederum zahlreiche Sinfonien (KV 318, 319, 338), die Krönungsmesse KV 317, die Missa solemnis KV 337 sowie die Münchner Auftragsoper Idomeneo (1781). 
Die Freude über den Erfolg des Idomeneo in München veranlaßte Mozart, Salzburg umgehend zu verlassen und sich im Herbst 1781 als freier Künstler in Wien niederzulassen. Seine Entscheidung wurde anfangs durch eine größere Anzahl lukrativer Aufträge bestätigt, darunter die Oper Die Entführung aus dem Serail (1782) die er für das von Kaiser Joseph II. gegründete deutsche Nationalsingspiel schrieb. 
Im selben Jahr heiratete Mozart Constanze Weber, die ältere Schwester seiner Jugendliebe Aloysia Weber, aber schon bald nach der Hochzeit wurden die finanziellen Probleme der Familie offensichtlich, und Mozart versuchte sie mit Privatunterricht und einer großen Zahl von Privat- und Subskriptionskonzerten zu lösen. Geldsorgen und der Druck durch Gläubiger sollten Mozart von da an bis an sein Lebensende verfolgen. Für die oft auf eigenes Risiko veranstalteten Subskriptionsakademien schrieb Mozart in den ersten Wiener Jahren zahlreiche Klavierkonzerte sowie einige seiner bedeutendsten Sinfonien (u. a. 1782 die Haffner-Sinfonie KV 385, und 1783 die Linzer Sinfonie KV 425). Die Begegnung mit Joseph Haydn, der gerade seine revolutionären Streichquartette op. 33 „nach neuer Art" vollendet hatte, veranlaßte Mozart zu seinen dem großen Vorbild Haydn gewidmeten Streichquartetten (KV 387, 421, 428, 458, 464, 465). 
Die wichtigsten Werkgattungen, mit denen er sich in seinen Wiener Jahren beschäftigte, waren die Oper und die Sinfonie. Die beiden gesellschaftskritischen Opern Le nozze di Figaro (1786, Die Hochzeit des Figaro) und Don Giovanni (1787, beide mit Libretto von Lorenzo Da Ponte) wurden zwar in Prag mit großem Erfolg aufgeführt, fielen jedoch in Wien durch. Damit hatte Mozart die Gunst des konservativen Publikums verloren, und er bekam von 1787 bis zur Uraufführung von Così fan tutte (1790, ebenfalls mit einem Libretto von Da Ponte) keinen Opernauftrag mehr. In drängender Armut und von der Öffentlichkeit kaum beachtet, verbrachte er seine letzten fünf Lebensjahre mit ununterbrochener Arbeit. In dieser Zeit schuf er einige der vollendetsten Werke der Wiener Klassik: Neben den Klavierkonzerten D-Dur KV 537 (Krönungskonzert) und B-Dur KV 595 und seinen letzten vier großen Sinfonien D-Dur KV 504 (Prager, 1786) Es-Dur KV 543, g-Moll KV 550 und C-Dur KV 551 (Jupiter, alle 1788), das Klarinettenkonzert KV 622, die Serenade KV 525 (Eine kleine Nachtmusik) und zahlreiche Kammermusikwerke (u. a. drei Streichquartette, die Mehrzahl der Streichquintette und das Klarinettenquintett KV 581). Die 1791 zur Krönung Leopolds II. verfaßte Oper La clemenza di Tito brachte ihm ebensowenig Erfolg wie sein Konzertauftritt bei der Kaiserkrönung in Frankfurt im gleichen Jahr. Die Mißerfolge veranlaßten ihn wohl auch dazu, seine letzte Oper Die Zauberflöte (1791, Libretto von Emmanuel Schikaneder) in einem Wiener Vorstadttheater zur Uraufführung zu bringen. 
Er starb am 5. Dezember 1791 in Wien und wurde in einem Massengrab beerdigt. Sein unvollendet gebliebenes Requiem KV 626 wurde nach seinem Tod von seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr fertiggestellt. 



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