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Fritz Gross
Regisseur Schauspiel Oper
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Donizetti, Gaetano, ital. Komponist, 
* 29.11.1797 Bergamo, † 8.4.1848 ebd. 
Grundlagen in Komposition, Gesang, Klavier und Bratsche Simon Mayr, einem der prominentesten italienischen Komponisten der Zeit, Kapellmeister an San Maria Maggiore in Bergamo. Mayr ermöglichte seinem Meisterschüler den Kompositionsunterricht beim großen Musiktheoretiker Abbate Mattei in Bologna 1815–17 und verschaffte ihm 1817 einen Vertrag für eine reisende Operntruppe. Für diese komponierte Donizetti 4 Opern; daneben produzierte er in raschester Folge geistliche Werke und sinfonische Musik. 
Mit dem durch Mayr vermittelten Auftrag zu Zoraide di Granata und dem Erfolg dieser Oper in Rom 1822 begann der eigentliche Aufstieg Donizettis, der nach dem Verzicht Rossinis, nach dem Tod Bellinis und vor den Erfolgen des jungen Verdi die führende Position unter den italienischen Opernkomponisten einnehmen sollte. Domenico Barbaja, einflußreicher Impresario in Neapel, Wien und Mailand, bot Donizetti daraufhin sofort einen Vertrag an. Neben seinen Verpflichtungen für das Teatro di San Carlo in Neapel schrieb er Opern für Rom, Palermo, Genua und, leider erfolglos, für die Mailänder Scala, insgesamt 23 Werke, bis es ihm 1830 mit Anna Bolena gelang, von einem der vielgefragten zum berühmten Komponisten mit internationaler Karriere zu werden. 1830 entstand Imelda de Lambertazzi. (Wiederaufnahme: Lugano 1989) 
Wohl schrieb er in der Folge einige Opern von kaum mehr als momentanem Interesse, doch mit L’elisir d’amore / Der Liebestrank (1832), vor allem aber mit Lucrezia Borgia (1833) und Maria Stuarda (1835) kreierte Donizetti – häufig in Zusammenarbeit mit Felice Romani – den Erfolgstyp der romantischen Primadonnenoper, zu dem auch Sancia di Castiglia (1832), Parisina (1833) und Gemma di Vergy (1834) gehören. Quasi als Gegenentwurf dazu entstanden Opern, in denen er die außergewöhnlichen dramatischen Fähigkeiten des Baritons Giorgio Ronconi herausstellte: Il furioso all’isola di San Domingo (1833), Torquato Tasso (1833). 1835 arbeitete er zum erstenmal in Paris, wo er die damals besten Arbeitsbedingungen vorfand, die ihn – neben Problemen mit der neapolitanischen Zensur – dazu veranlaßten, sich 1839 ganz dort niederzulassen. 
Doch zunächst gelang ihm mit Lucia di Lammermoor seine neben Elisir d’amore und Don Pasquale populärste Oper, die zudem als einzige seiner ernsten Opern nie aus dem Repertoire verschwand. Mit La fille du régiment / Die Regimentstochter (1840)und La Favorite / Die Favoritin (1840; Wiederaufnahme: Paris 1991, frz. Originalfassung) zollte er den Gattungen der französischen Opéra-comique und Grand opéra Tribut. Bei allem Erfolg konnte Donizetti aber nicht die Mittel erwerben, die ihm erlaubt hätten, sich, wie Rossini, zur Ruhe zu setzen. 1842 leitete er in Wien die Uraufführung seiner Linda di Chamounix, was ihm den Titel eines kaiserlichen Hofcompositeurs eintrug. Bei seinen letzten Opern erzielte er mit Don Pasquale 1843 in Paris nochmals einen beispiellosen Sensationserfolg im Genre der komischen Oper. Mit Maria di Rohan (1843), Dom Sebastien, roi de Portugal (1843) und – als 74. und letzte Oper – CaterinaCornaro (1844) gelangen ihm zuletzt hochambitionierte, wiewohl stilistisch sehr verschiedenartige Werke. Kurz darauf äußerten sich die Folgen einer Syphilis-Erkrankung, die im Januar 1846 zur Einlieferung in ein Sanatorium nötigten. 
Im Herbst 1847 brachten ihn ein Bruder und ein Neffe nach Bergamo zurück, wo Donizetti in völliger Geistesverwirrung starb. 

Literatur: H. Weinstock, Donizetti, New York 1963, dt. Adliswil 1983; 
                 R. Steiner-Isenomann, Gaetano Donizetti, Bern 1982. 

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