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Fritz Gross
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Beethoven, Ludwig van,
dt. Komponist, getauft 17.12.1770 Bonn, † 26.3.1827 Wien. Beethoven stammte aus einer über drei Generationen im Dienste der Kölner Kurfürsten stehenden Musikerfamilie und trat schon mit 8 Jahren öffentlich als Pianist auf. Klavier- und Geigenunterricht hat er u. a. vom Hoforganisten Christian Gottlob Neefe erhalten, den er als Zwölfjähriger bereits vertreten konnte. 1783 erhielt er eine Anstellung als Cembalist, dann als Bratscher beim Kurfürsten. Vier Jahre später gewährte ihm sein Dienstherr ein Stipendium, damit er in Wien bei Mozart studieren könne. Doch der Tod der Mutter erzwang sehr bald seine Rückkehr. Erst 1792 gelangte Beethoven abermals nach Wien, nun für immer. Anstelle Mozarts, der im Jahr zuvor gestorben war, wurden Haydn, Johann Schenk, J. G. Albrechtsberger und Antonio Salieri seine Lehrer. Beethoven stand bald in freundschaftlich-engem Kontakt mit Mitgliedern des Wiener Hochadels, die ihn förderten und denen er nahezu sämtliche seiner Kompositionen zum Dank gewidmet hat. Einen tiefen Einschnitt in sein Leben bedeutete ein 1795 beginnendes Gehörleiden, das ihm ab 1808 jegliches Konzertieren verbot und 1819 zur völligen Ertaubung führte. 
Wie nach ihm Schubert oder Schumann war Beethoven kein geborener Opernkomponist. Es ist seine Instrumentalmusik, mit 9 Sinfonien, 16 Streichquartetten und 32 Klaviersonaten, in welcher der durch die Streichquartette von Mozart und Haydn begründete Stil der Wiener Klassik seinen Höhepunkt erreichte. Unter den Opern seiner Zeit verehrte Beethoven, der leidenschaftlich mit der Frz. Revolution sympathisierte, vor allen die den Idealen von 1789 huldigenden Werke Cherubinis und Méhuls. Ein frz. Sujet lag denn auch seiner einzigen Oper, einem Auftragswerk für das Theater an der Wien, Fidelio, zugrunde, in der er heroische humanistische Ideale mit einem politischen Anliegen verband. Alle anderen Opernpläne, u. a. nach Goethes Faust sowie Shakespeares Hamlet und Macbeth, zerschlugen sich. Es entstanden Schauspielouvertüren und Musikszenen zu Lustspielen (Umlaufs Die schöne Schusterin, Treitschkes Germania und Es ist vollbracht), ferner Bühnenkompositionen zu Kotzebues König Stephan und Die Ruinen von Athen, zu Goethes Egmont und zu Balletten. Literatur: W. Hess, Beethovens Oper Fidelio und ihre 3 Fassungen, Zürich 1953; ders., Beethovens Bühnenwerke, Göttingen 1962; G. Marek, Beethoven: Biography of a Genius, New York 1969. 

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